Forschungswerkstätten 2021

Forschungswerkstatt: Partizipative Forschung

Prof. em. Dr. Jarg Bergold

Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, und INA

Prof. Dr. Hella von Unger

Ludwig-Maximilians-Universität, Institut für Soziologie

Partizipative Forschungsmethoden sind auf die Planung und Durchführung eines Untersuchungsprozesses gemeinsam mit jenen Menschen gerichtet, deren soziale Welt und sinnhaftes Handeln als lebensweltlich situierte Lebens- und Arbeitspraxis untersucht wird. Der Begriff der partizipativen Forschung umfasst verschiedene Varianten der kooperativen Forschung (z.B. Community-basierte partizipative Forschung, Aktionsforschung, transformative Forschung, etc.). Es handelt sich um einen wertebasierten Forschungsstil, der neben Erkenntniszielen immer auch Handlungsziele verfolgt (z.B. Verbesserung der Lebensbedingungen, Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe, Gesundheitsförderung, etc.). Der Anspruch ist, alle Phasen des Forschungsprozesses, inklusive der Auswertung, gemeinsam mit Partner*innen aus der Praxis und den Lebenswelten zu gestalten. In den letzten Jahren lassen sich interessante Entwicklungen bei partizipativen Forschungsansätzen beobachten. Diese betreffen kreative, visuelle und performative Methoden (sog. „arts-based methods“) und auch digitale Methoden und den Einsatz sozialer Medien.

Ziel dieser Forschungswerkstatt ist es, partizipative Studiendesigns und forschungspraktische Erfahrungen in methodisch-methodologischer Hinsicht zu reflektieren.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet. Es können maximal zwei Teilnehmer*innen eigene Forschungsprojekte zur Diskussion stellen.

Es wird erwartet, dass die Teilnehmer*innen der Forschungswerkstatt sich bereits mit der Literatur zur partizipativen Forschung auseinandergesetzt haben. Ausgewählte Texte werden im Vorfeld zur Verfügung gestellt.

Literatur

  • Bergold, Jarg & Thomas, Stefan (2020). Partizipative Forschung. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. Band 2: Designs und Verfahren. (2., erweiterte und überarbeitete Auflage; S.113-133). Wiesbaden: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-18387-5_25-2.
  • Bergold, Jarg & Thomas, Stefan (Hrsg.) (2012). Partizipative qualitative Forschung. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 13(1), http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/issue/view/39.
  • von Unger, Hella (2014). Partizipative Forschung. Einführung in die Forschungspraxis. Wiesbaden: Springer VS.
  • von Unger, Hella (2018). Partizipative Forschung. In Knoblauch, Hubert; Akremi, Leila; Traue, Boris & Baur, Nina. (Hg.). Handbuch Interpretativ forschen (S.161-182). Weinheim: Beltz.

Forschungswerkstatt: Bildanalysen

Assoz. Prof. Dr. Roswitha Breckner

Universität Wien, Institut für Soziologie

Prof. Dr.  Michael Müller

Technische Universität Chemnitz, Institut für Medienforschung & Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Bilder verschiedenster Art sind in unserem gesellschaftlichen Alltag durch Werbung und visuelle Privatkommunikation über verschiedenste Kanäle allgegenwärtig, spielen aber auch in vielen gesellschaftlichen Teilbereichen wie Wissenschaft, Medizin, Technik, Mode bis hin zu Politik und Unterricht eine wesentliche Rolle. Mit ihren spezifischen kommunikativen Qualitäten tragen Bilddarstellungen entscheidend zur technisch-medialen Herstellung, Tradierung und Stabilisierung, aber auch zur Veränderung sozialer Wirklichkeit bei. In welcher Weise sie das tun, ist Gegenstand sozialwissenschaftlicher Bildanalysen.

Die Forschungswerkstatt widmet sich den Herausforderungen, Problemen und Potenzialen der methodisch-kontrollierten sozialwissenschaftlichen Analyse von visuellen Daten in ihren mannigfaltigen Erscheinungsformen. Ausgehend von den methodologischen und methodischen Ansätzen der wissenssoziologischen Bildhermeneutik verfolgt die Forschungswerkstatt das Ziel, interpretative Zugänge zu den symbolischen Ordnungen von den vielfältig möglichen Arrangements von Einzelbildern und Bildclustern, deren Ordnungsprinzipien und diskursiven Einbettungen vorzustellen, zu diskutieren und an konkreten Materialien zu erproben.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Zu senden sind diese dann an info@berliner-methodentreffen.de. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an die Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Breckner, Roswitha (2010). Sozialtheorie des Bildes. Zur interpretativen Analyse von Bildern und Fotografien. Bielefeld: Transcript.
  • Breckner, Roswitha (2012). Bildwahrnehmung – Bildinterpretation. Segmentanalyse als methodischer Zugang zur Erschließung bildlichen Sinns. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 2, 143-164.
  • Breckner, Roswitha (2018). Denkräume im Bildhandeln auf Facebook. Ein Fallbeispiel in biographieanalytischer Perspektive. In Michael R. Müller & Hans-Georg Soeffner (Hrsg.), Das Bild als soziologisches Problem. Herausforderungen einer Theorie visueller Sozialkommunikation (S.70–94). Weinheim, Basel: Beltz Juventa.
  • Breckner, Roswitha & Raab, Jürgen (Hrsg.) (2016). Materiale Visuelle Soziologie. Schwerpunktheft der Zeitschrift für Qualitative Forschung (ZQF), 17/1+2.
  • Müller, Michael (2012). Figurative Hermeneutik. Zur methodologischen Konzeption einer Wissenssoziologie des Bildes. Sozialer Sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 13, 129–161.
  • Müller, Michael (2016). Bildcluster. Zur Hermeneutik einer veränderten sozialen Gebrauchsweise der Fotografie. Sozialer Sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 95-142; aktualisierte Fassung (2020): Image Clusters. A Hermeneutical Perspective on Changes to a Social Function of Photography [56 paragraphs]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research21(2), Art. 4. DOI: http://dx.doi.org/10.17169/fqs-21.2.3293.
  • Müller, Michael (2019). Kritik des Sehens. Drei Thesen zu einer hermeneutischen Wissenssoziologie ikonischer Formen. In Ronald Hitzler, Jo Reichertz & Norbert Schröer (Hrsg.), Kritik der Hermeneutischen Wissenssoziologie. Problematisierungen, Entwicklungen und Weiterführungen (S.353- 366). Weinheim, Basel: Beltz Juventa.
  • Müller, Michael R.; Raab, Jürgen & Soeffner, Hans-Georg (Hrsg.) (2014). Grenzen der Bildinterpretation. Wiesbaden: Springer VS.
  • Raab, Jürgen (2008). Visuelle Wissenssoziologie. Theoretische Ansätze und materiale Analysen. Konstanz: UVK.
  • Raab, Jürgen (2012). Visuelle Wissenssoziologie der Fotografie. Sozialwissenschaftliche Analysearbeit zwischen Einzelbild, Bildsequenz und Bildkontext. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 2, 121-142.
  • Raab, Jürgen (2017). Fotografie und Phänomenologie. Zur Methodologie einer wissenssoziologischen Konstellationsanalyse. In Thomas Eberle (Hrsg.), Fotografie und Gesellschaft. Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven (S.381-393). Bielefeld: Transcript.

Forschungswerkstatt: Reflexive Grounded Theory

Prof. i.R. Dr. Franz Breuer

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Psychologie

In dieser Forschungswerkstatt soll der Ablauf eines Forschungsprojekts im Forschungsstil der Reflexiven Grounded Theory in seinen wichtigsten Schritten skizziert werden:

  • Die Grundidee: eine neue Theorie generieren
  • Umgang mit Vorwissen und theoretische Sensibilität
  • Themenfokussierung als Erkenntnisbewegung
  • Erste (Feld, Gesprächs-) Kontakte
  • Rolle und Reflexion der Person des/der Forschenden im Forschungskontakt
  • Fallauswahl: Theoretical Sampling
  • Dokumentation und Transkription
  • Kodieren: die Generierung von Konzepten
  • Modellbilden: Auswahl und Systematisierung der Konzepte
  • Die Forschungsgruppe als Werkzeug
  • Informelles und formelles Schreiben: Forschungstagebuch, Memos und finaler Text

Diese Aspekte werden kurz vorgestellt. Zu den einzelnen Phasen, Forschungsschritten bzw. methodischen Wahlentscheidungen können die Teilnehmer*innen (auf dem Hintergrund ihrer eigenen Probleme oder Erfahrungen) Fragen stellen. Bevorzugt werden Fragen besprochen, die sich im Zusammenhang mit einem ersten eigenen Forschungsprojekt nach RGTM-Modus stellen. An einem ausgewählten Teilnehmer*innen-Projekt machen wir gemeinsame Transfer-Versuche der Arbeitsweise. Die Forschungswerkstatt richtet sich an Interessierte unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen.

Teilnehmende, die daran interessiert sind, dass ihr eigenes R/GTM-Projekt als (Illustrations-) Fall besprochen wird und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, ein informatives Kurzexposé (plus Datenausschnitt) einzureichen. Die Exposés werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Einführungsliteratur zur Forschungswerkstatt

  • Breuer, Franz; Muckel, Petra & Dieris, Barbara (2019). Reflexive Grounded Theory. Eine Einführung für die Forschungspraxis (4. durchgesehene und aktualisierte Auflage). Wiesbaden: Springer VS.

Forschungswerkstatt: Tiefenhermeneutik / Psychoanalytisch orientierte Sozialforschung

Dr. Markus Brunner

Sigmund Freud Privatuniversität Wien

Dr. Julia Reischl

Universität Innsbruck

Tiefenhermeneutik ist eine psychoanalytisch orientierte Methode der qualitativen Sozial- und Kulturforschung, die von dem Frankfurter Psychoanalytiker und Sozialpsychologen Alfred Lorenzer begründet wurde (Lorenzer 1986). Sie untersucht den narrativen Gehalt von Kulturprodukten und empirischen Forschungsdaten mit dem Ziel, auch unbewusste (nonverbale) Bedeutungen zu verstehen (König et al. 1986, Leithäuser & Volmerg 1988). Um diese Bedeutungen interpretativ zu erschließen, setzt die Tiefenhermeneutik an der Wirkung an, die Forschungsmaterialien auf das Erleben der Forscher*innen entfalten: Eine tiefenhermeneutische Interpretation bewegt sich hin und her zwischen einer genauen regelgeleiteten Lektüre des Forschungsmaterials und der Reflexion von Irritationen, Gefühlen und Konflikten, mit der die Forscher*innen auf das Material reagieren. Werden diese Reaktionen ernst genommen und mit Vorsicht reflektiert, können sie Aufschluss über eine unbewusste Ebene der Forschungsbeziehung (z.B. zwischen Interviewer*in und Interviewee) und damit über eine latente Sinnschicht des Forschungsthemas geben.

Die Forschungswerkstatt bietet die Möglichkeit tiefenhermeneutisches Arbeiten forschungspraktisch auszuprobieren und erste Eindrücke von der methodischen Vorgehensweise zu sammeln. In der Forschungswerkstatt soll es darum gehen, nach einem Input mit empirischem Material der Teilnehmenden tiefenhermeneutisch zu arbeiten. Vorerfahrungen der Teilnehmenden sind hierbei nicht erforderlich. Eingereicht werden können Transskripte von Interviews und Gruppendiskussionen oder Beobachtungsprotokolle gerne auch Kulturprodukte wie Bilder, Karikaturen oder Dokumente usw.

Die endgültige Planung der Forschungswerkstatt erfolgt auf der Basis des eingereichten Materials, wobei das Hauptauswahlkriterium ist, mit unterschiedlichen Materialformen zu arbeiten.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Bereswill, Mechthild; Morgenroth, Christine & Redman, Peter (2010). Special issue: Alfred Lorenzer and the depth-hermeneutic method. Psychonalysis, Culture and Society, Vol. 15, 3.
  • Haubl, Rolf & Lohl, Jan (2017). Psychoanalyse und qualitative Sozialforschung. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie, Springer Reference Psychologie. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-18387-5_6-1.
  • Haubl, Rolf & Lohl, Jan (2017). Tiefenhermeneutik als qualitative Methode. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.) (2017). Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie, Springer Reference Psychologie. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-18387-5_57-1.
  • König, Hans-Dieter (2008). Tiefenhermeneutik. In Uwe Flick, Ernst von Kardorff & Ines Steinke (Hg), Qualitative Forschung. Ein Handbuch (S.556-568). Reinbek: Rowohlt.
  • König, Julia; Burgermeister, Nicole; Brunner, Markus; Berg, Philipp & König, Hans-Dieter für die Forschungswerkstatt Tiefenhermeneutik (Hg.) (2018). Dichte Interpretation. Tiefenhermeneutik als Methode qualitativer Forschung. Wiesbaden: Springer VS.
  • Leithäuser, Thomas. & Volmerg, Birgit (1988). Psychoanalyse in der Sozialforschung. Eine Einführung. Opladen: Westdeutscher Verlag.
  • Lohl, Jan (2013). »Die Deutschen wurden bestraft, die Juden nicht«. Zur Konstitution des Antisemitismus nach Auschwitz im Alltagsdiskurs der 1950er Jahre. Psychoanalyse. Texte zur Sozialforschung. Jg.17, H. 2, 204-225.
  • Lohl, Jan (2017). Hass gegen das eigene Volk. Tiefenhermeneutische Analysen rechtspopulistischer Propaganda. Psychologie und Gesellschaftskritik Jg. 41, H. 3/4, 9-40.
  • Lorenzer, Alfred (1986). Tiefenhermeneutische Kulturanalyse. In Hans-Dieter König et al. (Hg.), Kultur-Analysen (S.11-98), Frankfurt am Main: Fischer.
  • Morgenroth, Christine (2010). Die dritte Chance. Therapie und Gesundung von jugendlichen Drogenabhängigen. Wiesbaden: VS Verlag, S.45-73.

Forschungswerkstatt: Internetethnografie

Dr. Michael Dellwing

Leuphana Universität Lüneburg

Die Unterscheidung zwischen „virtueller“ und „realer“ Welt ist in vieler Hinsicht ein Überbleibsel der Neunzigerjahre, in denen „online“ bedeutete, den fest installierten PC im Computerzimmer zu nutzen. Schon vor 2020 galt, dass unsere Leben ohne das Internet nicht mehr denkbar sind und ein wesentlicher Teil der Kommunikation in unseren Leben mit Onlineelementen auf Arten verwoben ist, die eine klare Trennung gar nicht mehr zulassen.

Ethnografie ist zu einem wesentlichen Zugriff der Onlinestudien geworden, sowohl der Game Studies als auch der digital humanities. Zudem haben auch Soziologie und Ethnologie die Digitalität des Alltags zunehmend als Thema entdeckt. Dabei kam zeitweise ein Vorschlag der „Aktualisierung“ der ethnografischen Methode für Onlineforschung. Das ist heute nicht länger aktuell; zum Einen muss sich heute jede Ethnografie mit mediatisierter Interaktion und Online-Räumen auseinandersetzen (können). Vor allem jedoch war die Ethnografie schon immer mit dieser „Fähigkeit“ ausgestattet. Ethnografie ist im Kern eine flexible Methode, die keine mitgebrachte Struktur auf ein Feld stülpt, sondern gerade die Ordnung und Eigendynamik des Feldes ertasten möchte; das geschieht in einer bescheidenen Anpassung an Deutungen und Praktiken, wie sie im Feld selbst aufkommen. Das ist in der Ethnografie als naturalistische Orientierung bekannt.

Naturalismus als Orientierung stellt Deutungen ins Zentrum, wie sie im untersuchten Feld tatsächlich aufkommen, im Kontext des Feldalltags. Ohne diese Kontexte bliebe eine hohle, verweisentkernte Praxis, die nicht mehr die Praxis und nicht mehr die Deutung des Feldes wäre.  Ein Ausrichten der Forschung an diesem Kontext steht daher vor jeder Ausrichtung an methodischen Regeln und Vorgaben. Für Onlineforschung bedeutet das, diese Form der Anpassung auch hier weiterzuführen, ohne methodische Scheifen einzubauen, die den Bedürfnissen „klassischerer“ Ethnografien entgegenkommen, dafür jedoch die Forschung aus dem Naturalismus entheben.

Die Forschungswerkstatt spricht auf dieser Basis über die methodische Fortführung der Ethnografie als Immersion in Kontexten mit verschiedenen mediatisierten Elementen. Basis der Erarbeitung sind die Projekte und Forschungsinteressen der Teilnehmenden, soweit vorhanden; wir werden gemeinsam naturalistische Wege des Zugriffs entwickeln und die Forschungsfelder mit breiteren Projekten, Interessen und Ergebnissen bestehender Digitalstudien verknüpfen. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Befremdung der Beobachtungen, was besonders bedeutet, sie aus den Rahmen bestehender Stereotype zu digitalen Prozessen und Onlinekulturen zu entheben, die weiterhin häufig mit Gefahrendiskursen durchzogen sind. Die gemeinsame Diskussion soll daher nicht nur die Ansätze und Zugänge diskutieren, sondern auch schon Anregungen zur Einordnung der Ergebnisse liefern.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Hine, Christine (2015). Ethnography for the Internet. Embedded, embodied and everyday. London: Routledge.
  • Boellstorff, Tom; Nardi, Bonnie; Pearce, Celia & Taylor, T. L. (2012). Ethnography and Virtual Worlds: A Handbook of Method. Princeton: Princeton University Press.
  • Phillips, Whitney (2015). This Is Why We Can’t Have Nice Things. Mapping the Relationship between Online Trolling and Mainstream Culture. Cambridge, MA: MIT Press. 
  • Dellwing, Michael (2021/im Druck). Digital Naturalism: Ethnography in Networked Worlds. In Dirk vom Lehn, Natalia Ruiz-Junco, & Will Gibson (Hrsg.), The Routledge International Handbook of Interactionism. London: Routledge.

Forschungswerkstatt: Konversationsanalyse

Prof. Dr. Arnulf Deppermann

Institut für Deutsche Sprache, Mannheim

Gegenstand der Konversationsanalyse sind die Verfahren, mit denen Teilnehmende an einer verbalen Interaktion ihren Austausch organisieren und dabei soziale Wirklichkeit auf verschiedenen Ebenen der Sinnkonstitution herstellen. Die Konversationsanalyse befasst sich mit den grundlegenden Aufgaben der Gesprächskonstitution. Dazu gehören bspw. die Eröffnung und Beendigung von Gesprächen, die Organisation des Sprecherwechsels, die Kategorisierung und Darstellung von Sachverhalten, die Koordination des gemeinsamen Handelns oder die Performanz und Zuschreibung von Identitäten. Ziel der Untersuchung ist die Rekonstruktion konversationeller Praktiken, d.h. von sprachlich-kommunikativen Verfahren, die in bestimmten Gesprächskontexten zur Bearbeitung spezifischer Aufgaben und Probleme der Gesprächskonstitution eingesetzt werden. Diese Praktiken können mehr oder weniger allgemein, kulturspezifisch oder an besondere Aufgaben im Bereich institutioneller Interaktionen (wie Beratung, Gerichtsverhandlung) adaptiert sein. Je nach disziplinärem Interesse kann die Untersuchung linguistische Formen und Strukturen (interaktionale Linguistik), institutionelle Aufgaben und Probleme (applied conversation analysis) oder das multimodale Handeln in Arbeitskontexten (workplace studies) betreffen. Oftmals ist es zudem nötig, ethnografisches Hintergrundwissen einzubeziehen.

Die Konversationsanalyse arbeitet ausschließlich mit Ton- und Videoaufnahmen sowie Transkripten von Gesprächen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Untersuchungsfragestellungen der Konstitutionsweise der Daten angepasst sind (Natürlichkeitsprinzip) und in intensiver Auseinandersetzung mit dem Datenmaterial spezifiziert werden. Die Methodik der Konversationsanalyse verknüpft die detaillierte Sequenzanalyse von Einzelfällen mit der Arbeit mit größeren Datenkollektionen, die unterschiedliche Realisierungen einer konversationellen Praxis enthalten.

In der Forschungswerkstatt soll anhand von Materialien von zwei Teilnehmenden an jeweils einer kleinen Kollektion von Fällen einer konversationellen Praxis gearbeitet werden. Bewerber*innen werden gebeten, ein kurzes Exposé ihrer für das Methodentreffen relevanten Forschungsfragen (ca. eine Seite) sowie eine Kollektion von drei zu bearbeitenden Transkripten (nach GAT2 oder CA/Jefferson-Notation) einzureichen. Für die Arbeit in der Forschungswerkstatt müssen die Daten zudem als Audiodatei (mp3/wav) oder Videofile (mp4) bereit stehen.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Deppermann, Arnulf (2000). Ethnographische Gesprächsanalyse. Zu Nutzen und Notwendigkeit von Ethnographie für die Konversationsanalyse. Gesprächsforschung, 1, 96-124, http://www.gespraechsforschung-ozs.de/heft2000/ga-deppermann.pdf.
  • Deppermann, Arnulf (2008). Gespräche analysieren. Opladen: Leske + Budrich.
  • Deppermann, Arnulf (2014): Konversationsanalyse: Elementare Interaktionsstrukturen am Beispiel der Bundespressekonferenz. In Sven Staffeldt & Jörg Hagemann (Hrsg.), Pragmatiktheorien. Analysen im Vergleich (S.19-47). Tübingen: Stauffenburg.
  • Deppermann, Arnulf (2019). Konversationsanalyse und diskursive Psychologie. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. Band 2: Designs und Verfahren (2., erweiterte und überarbeitete Auflage; S.649-672). Wiesbaden: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-18387-5_50-2.
  • ten Have, Paul (2007). Doing conversation analysis (2. Auflage). London: Sage.

Forschungswerkstatt: Foucaultsche Diskursanalyse (Interpretative Analytik)

Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone

Universität Luzern, Soziologisches Seminar

Die Foucaultsche Diskursanalyse hat sich als eine nicht subjektzentrierte Form der qualitativen Sozialforschung etabliert. Die interpretative Analytik ist die methodologische Position der Foucaultschen Diskursanalyse. Es handelt sich um eine Form der strukturalistischen/poststrukturalistischen “Hermeneutik” der Praxis kollektiver Wissensproduktion und kollektiver Wissensordnungen. Die interpretative Analytik setzt die Diskurstheorie Foucaults in die empirische Analyse diskursiver Praxis von Diskursen und Interdiskurs(effekt)en als sozialwissenschaftliche Methodologie um. Sie ist keine standardisierte Schrittfolge für Diskursanalysen, sondern als Methodo-Logie eine Instanz, die praktisch (a) die Organisation des diskursanalytischen Forschungsprozess – von der Entwicklung der Fragestellung bis zur diskursanalytischen Erklärung sozialer Wirklichkeit – reflektiert und reglementiert, die (b) die Passung konkreter Praktiken/Instrumente/Techniken für den Forschungsprozess evaluiert und anleitet und die sich (c) in der konkreten diskursanalytischen Interpretation als Kompetenz entfaltet, wenn es in der Analyse von Materialien (Texten) darum geht, hieran die diskursive Praxis und die “Ordnung der Diskurse” zu rekonstruieren.

Die Forschungswerkstatt dient weniger der Einführung in die interpretative Analytik als vielmehr der Besprechung eines beispielhaften laufenden Forschungsprojekts, das eine Diskursanalyse unter Verwendung Foucaultscher Konzepte unternimmt. Die Forschungswerkstatt wendet sich an Forscherinnen und Forscher, die empirisch-systematische Diskursanalysen beginnen wollen oder damit begonnen haben und die diese Reflexionen auf die Entwicklung des Forschungsprozesses, auf strategische Entscheidungen (wie weiter?, wie vergleichen?, was sind diskursanalytische Erklärungen und Resultate?) sowie auf die Qualität von Diskursanalysen bewerkstelligen müssen. Eine aktive Teilnehmerin/ein aktiver Teilnehmer präsentiert ein Projekt und bringt Anfragen in die Werkstatt ein. Anhand der Diskussion des laufenden Projektes werden allgemeine Fragen zur Foucaultschen Methodologie behandelt.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Dafür ist eine Kurzskizze (2 bis 5 Seiten) mit Fragestellung, zentralen herangezogenen Theoriekonzepten, Stand und Art der vorgesehenen Analyse zu erstellen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Für die meisten Interessentinnen und Interessenten kommt eine passive Teilnahme in Frage, um einen Einblick in die Praxis laufender Diskursforschung zu erhalten. Voraussetzung für die passive Teilnahme ist die grundlegende Kenntnis der Foucaultschen Diskurstheorie (Michel Foucault: Archäologie des Wissens. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1981).

Literatur

  • Diaz-Bone, Rainer (2005). Die “interpretative Analytik” als rekonstruktiv-strukturalistische Methodologie. Bemerkungen zur Eigenlogik und strukturalistischen Öffnung der Foucaultschen Diskursanalyse. In Reiner Keller, Andreas Hirseland, Werner Schneider & Willy Viehöfer (Hrsg.), Die diskursive Konstruktion von Wirklichkeit. Zum Verhältnis von Wissenssoziologie und Diskursforschung (S.179-197). Konstanz: UVK.
  • Diaz-Bone, Rainer (2006). Die interpretative Analytik als methodologische Position. In Brigitte Kerchner & Silke Schneider (Hrsg.), Foucault: Diskursanalyse der Politik. Eine Einführung (S.68-84). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Diaz-Bone, Rainer (2006). Zur Methodologisierung der Foucaultschen Diskursanalyse [48 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 7(1), Art. 6, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs060168.
  • Diaz-Bone, Rainer (2007). Die französische Epistemologie und ihre Revisionen. Zur Rekonstruktion des methodologischen Standortes der Foucaultschen Diskursanalyse. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 8(2), Art. 24, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0702241.
  • Diaz-Bone, Rainer (2010). Kulturwelt, Diskurs und Lebensstil. Eine diskurstheoretische Erweiterung der Bourdieuschen Distinktionstheorie. (2., erweiterte Auflage). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Diaz-Bone, Rainer (2013). Sozio-Episteme und Sozio-Kognition. Epistemologische Zugänge zum Verhältnis von Diskurs und Wissen. In Willy Viehöver, Reiner Keller & Werner Schneider (Hrsg.), Diskurs, Wissen, Sprache (S.79-96). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Diaz-Bone, Rainer (2015). Die Sozio-Epistemologie als methodologische Position Foucaultscher Diskursanalysen. Zeitschrift für Diskursforschung, 1. Beiheft “Diskurs – Interpretation – Hermeneutik”, 43-61.
  • Diaz-Bone, Rainer (2017). Warum Performativität? Perspektiven für eine konventionalistische Methodologie der Foucaultschen Diskursanalyse. Zeitschrift für Diskursforschung 1/2017, 32-49.
  • Diaz-Bone, Rainer & Widmer, Jennifer (2018). Zum Stand der Diskursforschung. Anmerkungen und Befunde zu Institutionalisierung, Problemen und Struktur eines transdisziplinären Feldes. Zeitschrift für Diskursforschung 6(2), 146-161.
  • Diaz-Bone, Rainer (2018). Foucaultsche Diskursanalyse und Ungleichheitsforschung. Zeitschrift für qualitative Forschung 19(1/2), 47-61.
  • Keller, Reiner; Hirseland, Andreas; Schneider, Werner & Viehöver, Willy (Hrsg.) (2010). Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Band 2: Forschungspraxis (4. Auflage). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Keller, Reiner; Hirseland, Andreas; Schneider, Werner & Viehöver, Willy (Hrsg.) (2011). Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Band 1: Theorien und Methoden (3. Auflage). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Marttila, Tomas (2010). Constrained constructivism in post-structural discourse analysis. Sociologia Internationalis 48(1), 91-112.

Forschungswerkstatt: Wissenssoziologische Diskursanalyse

Prof. Dr. Wolf Schünemann

Universität Hildesheim, Institut für Sozialwissenschaften

Die Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA) formuliert ein Forschungsprogramm zur Untersuchung gesellschaftlicher Wissensverhältnisse und Wissenspolitiken, das mittlerweile über die Soziologie hinaus in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zum Einsatz kommt. Ihre theoretischen und methodologischen Grundlegungen liegen in einer Verbindung von wissenssoziologisch-sozialkonstruktivistischen Annahmen und Traditionslinien des soziologischen interpretativen Paradigmas mit theoretisch-begrifflichen Vorschlägen aus Michel Foucaults Reflexionen des Diskursbegriffs. In methodischer Hinsicht greift sie auf Konzepte, Erhebungs- und Analyseverfahren der qualitativen Sozialforschung zurück. Ihr Analyseinteresse richtet sich auf die Untersuchung von Diskursen als einer gesellschaftlichen Wirklichkeitsebene, auf der Wissen hergestellt, reproduziert und verändert wird. Diskurse sind strukturierte Praktiken des Sprach- und Symbolgebrauchs, die spezifische Wissensordnungen konstituieren, mit denen wiederum gesellschaftliche Wirkungen bzw. Machteffekte verbunden sind.

Die Forschungswerkstatt stellt zunächst die Grundannahmen der WDA und die damit anvisierten Fragestellungen in allgemeineren Kontext von sozialwissenschaftlichen Ansätzen der Diskurstheorie und Diskursanalyse vor. Im Zentrum steht dann die Erläuterung des methodisch-praktischen Vorgehens in konkreten empirischen Untersuchungen. Dies umfasst zum einen die Erschließung der Materialität von Diskursen (Akteure, Praktiken, Dispositive), zum anderen die Analyse der diskursiven Wissensformierungen und der daraus entfalteten Subjektivierungsangebote (Deutungsmuster, Klassifikationen, narrative Strukturen, Phänomenstruktur, Subjektmodelle u.a.). In der Werkstatt werden dazu Vorgehensweisen der Datenerhebung und der Datenauswertung diskutiert. Die WDA folgt dabei der Überlegung, dass es kein Standard- oder Rezeptmodell der Diskursforschung gibt, sondern dass jedes Projekt den angebotenen Rahmen für seine spezifischen Fragestellungen entsprechend gestalten muss. Gleichwohl mündet dies nicht in völlige Beliebigkeit, sondern bewegt sich in einem Gesamtrahmen, der Theorie, methodologische Reflexion und methodisches Vorgehen aufeinander bezieht.

Die vorwiegend auf Fragen der praktischen Umsetzung von Vorhaben der Diskursforschung (in unterschiedlichen disziplinären Kontexten) hin ausgelegte Forschungswerkstatt wendet sich zum einen an Interessierte, die ganz allgemein den Ansatz der WDA kennen lernen möchten. Zum zweiten besteht die Möglichkeit, konkrete, mehr oder weniger weit fortgeschrittene eigene Projekte zur Diskussion zu stellen, die bereits mit der WDA arbeiten bzw. dies gegebenenfalls vorhaben. In diesem Fall sollte eine entsprechende, etwa fünfseitige Skizze des Vorhabens sowie der damit verbundenen, beim Berliner Treffen zu diskutierenden Fragen eingereicht werden. Gegebenenfalls können dabei nicht alle Vorschläge, sondern nur eine Auswahl berücksichtigt werden.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Keller, Reiner (2010). Diskursforschung. Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen (4. Auflage). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Keller, Reiner (2011). Wissenssoziologische Diskursanalyse. Grundlegung eines Forschungsprogramms (3. Auflage). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Keller, Reiner & Truschkat, Inga (Hrsg.) (2012). Methodologie und Praxis der Wissenssoziologischen Diskursanalyse. Wiesbaden: VS Verlag.

Forschungswerkstatt: Qualitative Inhaltsanalyse

Prof. i.R. Dr. Udo Kuckartz

Philipps-Universität Marburg, Institut für Erziehungswissenschaft

Die qualitative Inhaltsanalyse ist eine systematische Methode zur wissenschaftlichen Analyse von qualitativen Daten, beispielsweise von Texten, Bildern, Filmen und anderen Inhalten von Kommunikation. Die Methode erfreut sich in der DACH-Region großer Beliebtheit und ist – nicht zuletzt durch die beiden Special Issues von FQS – auch international zunehmend bekannt. Im Zentrum der qualitativen Inhaltsanalyse stehen Kategorien, die deduktiv oder induktiv gebildet werden.

Die qualitative Inhaltsanalyse besitzt eine Reihe von Varianten und Facetten. Die von mir in der Tradition von Kracauer entwickelte Methode zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch latente Inhalte analysieren will, hermeneutische Prinzipien integriert und eine explizite Fallorientierung besitzt.

In der Forschungswerkstatt wollen wir uns auf die inhaltlich-strukturierende Form der Analyse konzentrieren. Anhand der Daten von drei Teilnehmenden soll die praktische Vorgehensweise diskutiert werden, das heißt, es geht weniger um eine Einführung in die qualitative Inhaltsanalyse oder einen Überblick über verschiedene Varianten als vielmehr um die praktischen Probleme der Durchführung.

In der Chronologie des Analyseablaufs sollen folgende Punkte thematisiert werden:

  • Allgemeines zur Methode „qualitative Inhaltsanalyse“, genereller Ablauf
  • Kategorienbildung – deduktiv, induktiv und deduktiv-induktiv
  • Codieren der Daten
  • Weiterentwicklung der Kategorien
  • Nach dem Codieren: Einfache und komplexe Formen der Analyse
  • Verschriftlichung und Ergebnispräsentation

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Voraussetzung für die passive Teilnahme ist die Kenntnis der Methode „Qualitative Inhaltsanalyse“. Alle Teilnehmenden werden vor der Forschungswerkstatt angeschrieben und erhalten die Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit der qualitativen Inhaltsanalyse einzubringen und Fragen zu formulieren.

Literatur

  • Janssen, Markus; Stamann, Christoph; Schreier, Margrit; Whittal, Amanda & Dahl, Thomas (2019). Qualitative Content Analysis I. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, Vol. 20 No. 3, https://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/issue/view/65.
  • Kuckartz, Udo (2018). Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung (4. Auflage). Weinheim: Beltz Juventa.
  • Kuckartz, Udo (2019). Qualitative Inhaltsanalyse: von Kracauers Anfängen zu heutigen Herausforderungen [45 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 20(3), Art. 12, DOI: http://dx.doi.org/10.17169/fqs-20.3.3370
  • Schreier, Margrit (2012). Qualitative content analysis in practice. London: Sage.
  • Schreier, Margrit (2014). Varianten qualitativer Inhaltsanalyse: Ein Wegweiser im Dickicht der Begrifflichkeiten [59 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 15(1), Art. 18, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1401185.
  • Stamann, Christoph; Janssen, Markus; Schreier, Margrit; Whittal, Amanda & Dahl, Thomas (2020). Qualitative Content Analysis II. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, Vol. 21 No. 1, https://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/issue/view/66.

Forschungswerkstatt: Gruppendiskussion

Prof. Dr. Thomas Kühn

Internationale Psychoanalytische Universität Berlin, Arbeits- und Organisationspsychologie

Kay Koschel

Ipsos

Gruppendiskussionen gehören zu den Grundpfeilern qualitativer Forschung. Sie schaffen für die Teilnehmenden einen Raum, über Alltagserfahrungen sowie damit verbundene Strukturen zu reflektieren und diese Reflexionen miteinander zu teilen.

Im Rahmen der Forschungswerkstatt wird zunächst eine theoretische Einführung gegeben. Insbesondere geht es darum zu verdeutlichen, was es bedeutet eine Gruppe anzusprechen und warum eine Gruppendiskussion deshalb nicht als Fokusgruppen-Interview oder Setting für parallele Einzelbefragungen anzusehen ist. Zentrale damit verbundene Fragen, wie die nach der Zusammensetzung von und Dynamik in Gruppen, werden besprochen. Daran anknüpfend werden typische Anwendungsbereiche aufgezeigt und Abgrenzungen sowie Vor- und Nachteile gegenüber anderen Verfahren diskutiert.

Dabei wird auch auf jüngere Entwicklungen eingegangen: Erstens werden Gruppendiskussionen ins Verhältnis gesetzt zu agilen gruppenbezogenen Ansätzen wie Design Thinking, zweitens werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Online- sowie Face-to-Face-Gruppendiskussionen erörtert.

Im Vordergrund der Veranstaltung steht die Arbeit an konkreten Forschungsvorhaben der Teilnehmenden sowie damit verbundene Fragen der Konzeption, Vorbereitung, Moderation und Auswertung von Gruppendiskussionen.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese zu skizzieren und einzureichen. Es wird darum gebeten, kenntlich zu machen, welche Frage im Rahmen der Werkstatt diskutiert werden sollte. Mögliche Fragen sind etwa:

  • Konzeption Forschungsdesign: Inwiefern sind Gruppendiskussionen für meine Forschungsfrage eine geeignete Methode?
  • Konzeption/Planung: Wen sollte ich zur Diskussion einladen und wie wähle ich aus? Wie bereite ich die Diskussion vor? Welche Vor-/Nachteile bietet ein Online- oder Face-to-Face-Setting?
  • Moderation: Worauf sollte ich bei der Moderation achten? Wie gehe ich mit unterschiedlichen Teilnehmenden um? Wann greife ich ein und wann lasse ich die Diskussion laufen?
  • Analyse: Wie verläuft der Auswertungsprozess? In welchem Verhältnis stehen Inhalte der Diskussion zur Reflexion der Dynamik in Gruppen? Wie verdichte und präsentiere ich Ergebnisse?

Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an die Leiter der Forschungswerkstatt weitergegeben. Diese wählen einige Teilnehmer*innen aus, die eigene Forschungsprojekte zur Diskussion stellen.

Literatur

  • Bohnsack, Ralf (2021). Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden (10. Auflage). Opladen: Budrich.
  • Kühn, Thomas (2015). Potenzial und Prozesslogik qualitativer Forschung in der Sozialpsychologie am Beispiel problemzentrierter Befragungen. In Thomas Kühn (2015), Kritische Sozialpsychologie des modernen Alltags. Zum Potenzial einer am Lebenslauf orientierten Forschungsperspektive (S.231-271). Wiesbaden: Springer VS.
  • Kühn, Thomas & Koschel, Kay-Volker (2017). Gruppendiskussionen. Ein Praxis-Handbuch (2. Auflage). Wiesbaden: Springer VS.
  • Kühn, Thomas & Koschel, Kay-Volker (2018). Einführung in die Moderation von Gruppendiskussionen. Wiesbaden: Springer Essential. 
  • Przyborski, Aglaja (2004). Gesprächsanalyse und dokumentarische Methode. Qualitative Auswertung von Gesprächen, Gruppendiskussionen und anderen Diskursen. Wiesbaden: VS Verlag.
  • Przyborski, Aglaja & Riegler, Julia (2020). Gruppendiskussion und Fokusgruppe. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch qualitativer Forschung in der Psychologie. Band 2: Designs und Verfahren (2., aktualisierte u. erweiterte Auflage; S.395-411). Wiesbaden: Springer.

Forschungswerkstatt: Grounded-Theory-Methodologie

Prof. Dr. Günter Mey

Hochschule Magdeburg-Stendal / Institut für Qualitative Forschung

Die Grounded-Theory-Methodologie (GTM) – in der Soziologie von Glaser und Strauss begründet – ist eine der am weitesten verbreiteten qualitativen Forschungsmethodologien, zu der mittlerweile unterschiedliche Positionen vorliegen (ein Überblick bieten die beiden Sage-Handbooks of Grounded Theory von Bryant & Charmaz [2007, 2019] sowie die beiden Grounded- Theory-Reader mit klassischen und neuen Texten zur GTM; Mey & Mruck 2007, 2011). Mittlerweile wird von einer “Second Generation” – insbesondere geprägt durch Charmaz und Clarke – gesprochen. Die GTM wird nicht nur mit anderen Ansätzen wie Narrationsanalyse oder Diskursforschung in Verbindung gebracht und zudem “reflexiv” verstanden, auch weitet sich in jüngster Zeit der Datenbezug über Texte aus und es werden Bilder/Fotos und Filme/Videos einbezogen.

In der Forschungswerkstatt geht es vor allem darum, orientiert an den Fragen und dem Bedarf der Teilnehmenden und an konkretem Material die wesentlichen Konzepte (u.a. Theoretische Sensibilität) und Auswertungsschritte (v.a. offenes, axiales und selektives Kodieren, wie es in der GTM-Variante nach Strauss/Corbin [1996] vorgeschlagen wird, bzw. initiale und fokussierte Kodierung sensu Charmaz 2014) sowie Planungsfragen (u.a. Theoretisches Sampling) gemeinsam zu besprechen.

Vor dem Hintergrund dieser Schwerpunktsetzung können als Materialien zur Besprechung eingereicht werden:

  • Forschungsskizzen zur Diskussion von Projektplanungen/Forschungsdesigns
  • Trankskripte zum Kodieren
  • Netzwerkkarten/Visualisierungen

Die endgültige Planung orientiert sich an den eingereichten Materialien. Die Auswahl wird von dem Interesse geleitet sein, möglichst verschiedene Stationen im Prozess einer GTM-Studie ansprechen zu können. Damit der Werkstattcharakter eingelöst werden kann, können maximal zwei Projekte (Exposé/Daten) diskutiert werden.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Breuer, Franz; Muckel, Petra & Dieris, Barbara (2018). Reflexive Grounded Theory. Eine Einführung für die Forschungspraxis. (3. vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Wiesbaden: Springer.
  • Bryant, Anthony & Charmaz, Kathy (Hrsg.) (2007). The Sage Handbook of Grounded Theory. London: Sage. [2010: Paperback]
  • Bryant, Anthony & Charmaz, Kathy (Hrsg.) (2019). The Sage Handbook of Current Developments in Grounded Theory. London: Sage.
  • Dietrich, Marc & Mey, Günter (2018). Grounding visuals. Annotationen zur Analyse audiovisueller Daten mit der Grounded-Theory-Methodologie. In Christine Moritz & Michael Corsten (Hrsg.), Handbuch Qualitative Videoanalyse (S.135-152) Wiesbaden: Springer VS. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-15894-1_8
  • Mey, Günter & Berli, Oliver (2019). Grounded Theory in der Kultursoziologie. In Stephan Moebius, Frithjof Nungesser & Katharina Scherke (Hrsg.), Handbuch Kultursoziologie. Band 2: Theorien – Methoden – Felder (S.243-259). Wiesbaden: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-07645-0_16.
  • Mey, Günter & Dietrich, Marc (2016). Vom Text zum Bild – Überlegungen zu einer visuellen Grounded-Theory-Methodologie. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 17(2), Art. 2. DOI: https://doi.org10.17169/fqs-17.2.2535.
  • Mey, Günter & Mruck, Katja (2007). Grounded Theory Reader (HSR-Supplement, No. 19). Köln: ZHSF, https://www.gesis.org/hsr/volltext-archiv/hsr-supplement/hsr-suppl-19/.
  • Mey, Günter & Mruck, Katja (2009). Methodologie und Methodik der Grounded Theory. In Wilhelm Kempf & Marcus Kiefer (Hrsg.), Forschungsmethoden der Psychologie. Zwischen naturwissenschaftlichem Experiment und sozialwissenschaftlicher Hermeneutik. Band 3: Psychologie als Natur- und Kulturwissenschaft. Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit (S.100-152). Berlin: Regener.
  • Mey, Günter & Mruck, Katja (2011). Grounded Theory Reader (2. erweiterte u. überarbeite Aufl.). Wiesbaden: VS Verlag, 
    http://www.springer.com/springer+vs/psychologie/book/978-3-531-17103-6.
  • Mey, Günter & Mruck, Katja (2018). Grounded-Theory-Methodologie in der Psychologie. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. Band 2: Designs und Verfahren (2., aktualisierte u. erweiterte Auflage; S.513-535). Wiesbaden: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-26887-9_46
  • Mey, Günter & Ruppel, Paul Sebastian (2016). Narrativität in der Grounded-Theory-Methodologie. In Claudia Equit & Christoph Hohage (Hrsg.), Handbuch Grounded Theory (S.273-289). Weinheim: Beltz Juventa.
  • Mruck, Katja & Mey, Günter (2007). Grounded Theory and Reflexivity in the Process of Qualitative Research. In Antony Bryant & Kathy Charmaz (Hrsg.), The Sage Handbook of Current Developments in Grounded Theory (S.470-496). London: Sage. [2010: Paperback]
  • Strauss, Anselm L. & Corbin, Juliet (1996). Grounded Theory. Grundlagen Qualitativer Sozialforschung. Weinheim: Beltz.

Forschungswerkstatt: MAXQDA

Andre Morgenstern-Einenkel

VERBI Software. Consult. Sozialforschung, Berlin & Methoden Coaching Morgenstern 

MAXQDA gehört zu den weltweit führenden und umfangreichsten QDA-Programmen und bietet über die qualitative Analyse hinaus auch statistische und Mixed-Methods-Funktionen. Von der Datenerhebung bis zur Ergebnispräsentation unterstützt MAXQDA die Analyse von Interviews, Fachartikeln, Fokusgruppen, Audios, Videos, Bildern, Twitter-Nachrichten, Umfragen und vielem mehr.

In dieser Forschungswerkstatt werden Grundlagen und Aufbaufunktionen sowie Software-Präsentationen und die software-bezogene Diskussion eingebrachter Projekte kombiniert. Die Werkstatt bietet sich daher sowohl für Interessierte und Einsteiger*innen, als auch für Nutzer*innen mit Grundlagenkenntnissen an. In der ersten Hälfte werden zunächst die, zum Codieren der Daten notwendigen Software-Grundlagen vorgestellt und anschließend anhand eines Projektes in der Codier-Phase diskutiert. In der zweiten Hälfte werden wichtige Analyse- und Visualisierungsfunktionen präsentiert, um einen Einblick in die Aufbaufunktionen zu geben, bevor anhand eines weiteren Projektes die Umsetzung einer Analysestrategie in MAXQDA diskutiert wird. Zur Wiederholung der Funktionen werden Übungen als optionale Hausaufgaben bereitgestellt.

Die Themen der Forschungswerkstatt sind im Einzelnen:

  • Einführung in die MAXQDA Grundlagen
    • Projekt aufsetzen und Daten importieren
    • Codes erzeugen und Daten codieren
    • Codesysteme weiterentwickeln
    • Codierte Segmente suchen
    • mit Memos arbeiten
    • Lexikalische Suche und Autocodierung
  • Diskussion eines Projektes in der Codier-Phase
  • Einführung in wichtige Aufbaufunktionen
    • Gruppen vergleichen
    • mit Summaries arbeiten
    • Überschneidungen codierter Segmente analysieren
    • Daten- und Ergebnisvisualisierung
  • Diskussion eines Projektes in der Analysephase

Teilnehmende, die ihr eigenes Projekt in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Dafür soll eine Skizze (1-2 Seiten) erstellt werden, die folgende Informationen beinhaltet:

  • Fach und Forschungsfeld
  • Forschungsfrage(n), ggf. Forschungsziel
  • Wo stehen Sie im Projekt?
  • Verwendete Datenarten und Erhebungsmethoden
  • Angedachte Analysemethodologie bzw. Analysemethode(n)
  • Bisher geplante Analysestrategie (konkretere Vorstellungen zum analytischen Vorgehen)
  • Fragen und Unsicherheiten, die in der Werkstatt geklärt werden sollen

Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt zur Auswahl von zwei Projekten weitergeleitet.

Alle Teilnehmenden erhalten zudem vorab die Möglichkeit, ihre Fragen mitzuteilen. Es wird versucht, möglichst viele Fragen im Rahmen der beiden Software-Präsentationen zu beantworten.

Alle Teilnehmenden, die während der Präsentation auch selbst in MAXQDA klicken oder als Nachbereitung die Übungen machen möchten, benötigen die aktuelle Version MAXQDA 2020. Die 14 Tage gültige Demoversion ist ausreichend, Download unter: www.maxqda.de/demo. Haben Sie den Demozeitraum bereits genutzt? Sie erhalten zu Beginn der Veranstaltung eine Schulungslizenz zur erneuten Aktivierung der Demoversion.

Literatur

Forschungswerkstatt: Qualitative Videoanalyse

Dr. Christine Moritz

Feldpartitur GmbH

Die Forschungswerkstatt richtet sich an Sie als qualitativ Forschende, wenn Sie mit audiovisuellen Daten arbeiten oder dies in unmittelbarer Zeit vorhaben. Die Forschungswerkstatt startet direkt, also ohne Kontextwissen, mit der Interpretationssitzung eines kurzen Video-/Filmausschnitts aus dem Material einer*eines Teilnehmenden. Das Video/der Film wird der Arbeitsgruppe zu diesem Zweck in Form der strukturierten Erstbetrachtung zugänglich gemacht. Die Moderation der Interpretationsphase, in der möglichst viele Lesarten gebildet werden, geschieht über den viergliedrigen Videoanalyserahmen (Moritz 2018). Im Anschluss an diese Gruppenarbeit ist ein Impulsreferat geplant, das Ihnen einen Überblick über gängige Videotranskriptions- und -auswertungsmethoden vermittelt. Die Werkstatt schließt nicht zuletzt mit dem „Fragearchiv“, in dem Sie Ihre offenen Fragen stellen.

Voraussetzung und Modus zur Teilnahme:

  • Grundlagen über das interpretativen Paradigma sowie erste Erfahrungen im Bereich der Qualitativen Videoanalyse sollten vorhanden sein.
  • Sie können sich entweder als „aktive*r“ (also mit eigenem Material) oder als „partizipierende*r“ (der Interpretationssitzung beiwohnende*r) Teilnehmer*in anmelden.

Nach Bestätigung der Anmeldung durch die Organisator*innen werden die Teilnehmenden, die sich als „aktiv“ angemeldet haben, eingeladen, kurze Sequenzen der Videos (2-3 Minuten) einzureichen. Bitte senden Sie Ihr Material bis spätestens 4 Wochen vor Veranstaltungsdatum an info@christine-moritz.de. Auf Wunsch wird eine Geheimhaltungsvereinbarung über die Verwendungszwecke des audiovisuellen Materials direkt im Seminar getroffen.

Literatur

  • Moritz, Christine (2018). „Well, it depends … „: Die mannigfaltigen Formen der Videoanalyse in der Qualitativen Sozialforschung. Eine Annäherung (S. 3-38). In Christine Moritz & Corsten Michael (Hrsg.), Handbuch Qualitative Videoanalyse. Wiesbaden: Springer VS.
  • Moritz, Christine (2014). Vor, hinter, für und mit der Kamera: Viergliedriger Video-Analyserahmen in der Qualitativen Sozialforschung. In Christine Moritz (Hrsg.), Transkription von Video- und Filmdaten in der Qualitativen Sozialforschung (S. 17-54). Wiesbaden: Springer VS.

Forschungswerkstatt: Beobachtungsprotokolle

Dr. Debora Niermann

Pädagogische Hochschule Zürich 

Beobachtungsprotokolle sind ein kostbares Gut für vielversprechende Forschungsanalysen. Für Ethnograf*innen bilden sie den Dreh- und Angelpunkt ihrer Arbeit, Interviewforscher*innen dienen sie als wichtiges Datum zur Kontextualisierung ihrer verbalen Datenzugänge. Qualitativen Forscher*innen bieten sie grundsätzlich einen zentralen Reflexivitätszugang zum Verstehen von eigener Feldsituiertheit und (impliziten) forschungsleitenden, theoretisierenden Annahmen.

Gemeinsam ist allen Schreiber*innen von Beobachtungsprotokollen das Ziel, das für die Forschungsfrage relevante, flüchtige soziale Geschehen angemessen festzuhalten, um es dann, mit zeitlichem Abstand zum Gegenstand von Analysen machen zu können. Die Verschriftlichung von Beobachtungen und anderen Sinneswahrnehmungen wird dabei keinesfalls als Versuch des Festhaltens eines realistischen Abbildes von Ereignissen verstanden. Vielmehr „protokollieren“ unsere Texte Vielfaches mit und entstehen in konkreten Situationen mit spezifischen von der forschenden Person mehr oder weniger bewusst gewählten Aufmerksamkeitsfokussierungen.

Aber wie produzieren wir als Forscher*innen mit Beobachtungsprotokollen valide, erkenntnisgenerierende Daten? Welche Notations- und Schreibtechniken sind in welchen Phasen des Forschungsprozesses zielführend? Wie können die entscheidenden Verstehenszugänge von Nähe und Distanz zum Gegenstand textuell eingefangen werden? Wie lässt sich die im Schreiben angelegte Verwobenheit von Beobachtung und Analyse forschungsstrategisch nutzbar machen?

In unserer Forschungswerkstatt gehen wir diesen Fragen in unterschiedlichen Denkbewegungen nach. Zu Beginn beschäftigen wir uns mit den methodologischen Grundlagen von Beobachtungszugängen. Davon ausgehend setzen wir uns mit verschiedenen Schreibstilen im Verfassen auseinander und besprechen konkrete Arbeitstechniken, die Forscher*innen in ihren Projekten produktiv einsetzen können. Sie stehen in Zusammenhang mit den angedachten textuellen Genres in der qualitativen Ergebnisdarstellung, der angestrebten Form der Theoretisierung, der beabsichtigten Gestalt der (Re-)Präsentation von Daten sowie der wissenschaftsreflexiven Selbstpositionierung der Forscherperson.

Teilnehmer*innen, die zur Besprechung und Reflexion gerne eigenes Material einbringen wollen und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, ein informatives Kurzexposé mit Feldnotizen einzureichen. Die Exposés werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  •  Emerson, Robert M.; Fretz, Rachel I. & Shaw, Linda L. (1995).Writing Ethnographic Fieldnotes. Chicago/London: University of Chicago Press. 
  • Hirschauer, Stefan (2001). Ethnografisches Schreiben und die Schweigsamkeit des Sozialen. Zu einer Methodologie der Beschreibung. Zeitschrift für Soziologie, 30(6), 429–451.
  • Katz, Jack (2001). From How to Why: On Luminous Description and Causal Inference in Ethnography (Part I). Ethnography, 2(4), 443-473. 
    DOI: https://doi.org/10.1177/146613801002004001.
  • Katz, Jack (2002). From How to Why: On Luminous Description and Causal Inference in Ethnography (Part 2). Ethnography, 3(1), 63–90.
    DOI: https://doi.org/10.1177/1466138102003001003.
  • Niermann, Debora (i.E.). Zu den Reisen einer Methode. Über die Auslassungen in der transatlantischen Ethnografierezeption oder ‚Wie schreibe ich (k)einen ethnografischen Bestseller?‘. In Harbusch, Martin (Hrsg.), Reisendes Wissen. ‘traveling concepts‘ als soziologische Kategorie. Wiesbaden: VS Verlag.
  • Niermann, Debora (2021). Etablierte Außenseiter_innen. Zur Sozialfigur des ‚homo ethnographicus‘ in der gegenwärtigen US-amerikanischen Soziologie. Zeitschrift für Soziologie. Band 50 (1): 8-25. DOI: https://doi.org/10.1515/zfsoz-2021-0003.
  • Niermann, Debora (2020). „Die Chicago School ist tot, lang lebe die Chicago School!“ Warum die transatlantische Ethnografierezeption einer Aktualisierung bedarf [55 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research21(3), Art. 7, DOI: http://dx.doi.org/10.17169/fqs-21.3.3474.
  • Reh, Sabine (2012). Beobachtungen aufschreiben. In de Boer, Heike & Reh, Sabine (Hrsg.), Beobachtung in der Schule – Beobachten lernen (S.115-129). Wiesbaden: Springer VS.
  • Streck, Rebekka; Unterkofler, Ursula & Reinecke-Terner, Anja (2013). Das „Fremdwerden“ eigener Beobachtungsprotokolle – Rekonstruktionen von Schreibpraxen als methodische Reflexion. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 14(1), Art. 16, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1301160.
  • Van Maanen, John (2011). Tales of the Field. On Writing Ethnography (2. Auflage). Chicago and London: The University of Chicago Press.

Forschungswerkstatt: Situationsanalyse

Juniorprofessorin Dr. Ursula Offenberger

Eberhard Karls Universität Tübingen

Die Situationsanalyse, ausgearbeitet insbesondere von Adele Clarke (2005; dt. 2012; Clarke, Friese und Washburn 2015 und 2018), versteht sich als Weiterentwicklung der Grounded Theory im Anschluss an Anselm Strauss (1994). Sie wird der zweiten Generation von US-Grounded-Theory-Forschenden zugeordnet (vgl. Morse et al. 2009) und erhebt den Anspruch einer Grounded Theory nach dem postmodern (Clarke 2012) bzw. nach dem interpretive turn (Clarke et al. 2018), insbesondere weil sie Entwicklungen und Veränderungen in sozialtheoretischen Debatten seit den 1970er Jahren stärker berücksichtigt. Zugleich wird die dichte Bezogenheit von Grounded Theory und Symbolischem Interaktionismus/Pragmatismus betont und mit dem systematischen Einbezug der Soziale Welten-/Arena-Theorie (Strauss 1978; 1993) in situationsanalytisches Arbeiten umgesetzt.

In der Forschungswerkstatt ordnen wir die Situationsanalyse zunächst in ihren Entstehungskontext der US-Methodendebatte ein und fragen nach dem Stand der deutschsprachigen Rezeption. Danach diskutieren wir anhand von praktischen Beispielen aus den Projekten der Teilnehmenden Bedeutung und Vorgehen der von Clarke vorgeschlagenen Mapping-Strategien (Situationsmaps, Soziale-Welten-Arena-Maps und Positionsmaps). Außerdem nehmen wir Implikationen einer situativistischen Grounded Theory für Prozesse des theoretischen Samplings, von theoretischer Sensibilität und der Involvierung der Forschenden ins Forschungsgeschehen in den Blick.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

 Literatur 

  • Clarke, Adele E. (2005). Situational Analysis. Grounded Theory After the Postmodern Turn. London [u.a.]: Sage.
  • Clarke, Adele. E. (2012). Situationsanalyse: Grounded Theory nach dem Postmodern Turn. Wiesbaden: Springer VS.
  • Clarke, Adele E.; Friese, Carrie & Washburn, Rachel (Hrsg.). (2015). Situational analysis in practice : mapping research with Grounded Theory. Walnut Creek, Cal.: Left Coast Press.
  • Clarke, Adele E.; Friese, Carrie E. & Washburn, Rachel S. (2018). Situational analysis : grounded theory after the interpretive turn (Second edition). Sage.
  • Morse, Janice M.; Noerager Stern, Phyllis; Corbin, Juliet; Bowers, Barbara; Charmaz, Kathy & Clarke, Adele E. (2009). Developing Grounded Theory. The Second Generation. Walnut Creek, CA: Left Coast Press.
  • Offenberger, Ursula (2019). Anselm Strauss, Adele Clarke und die feministische Gretchenfrage. Zum Verhältnis von Grounded-Theory-Methodologie und Situationsanalyse [38 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research20(2), Art. 6, DOI: http://dx.doi.org/10.17169/fqs-20.2.2997.
  • Strauss, Anselm (1978). A Social World Perspective. In Norman Denzin (Hrsg.). Studies in Symbolic Interaction. An Annual Compilation of Research (S.119-128). Greenwich, Connecticut: JAI Press.
  • Strauss, Anselm (1993). Continual Permutations of Action. New Brunswick (USA) und London (UK): Transaction Publishers.
  • Strauss, Anselm (1994). Grundlagen qualitativer Sozialforschung. München: Wilhelm Fink Verlag.

Forschungswerkstatt: Ethnografische Forschungsdesigns

Prof. Dr. Michaela Pfadenhauer

Universität Wien, Institut für Soziologie

Dr. Paul Eisewicht

Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Technische Universität Dortmund

Unter einem ethnografischen Forschungsdesign in der Soziologie verstehen wir die wissenschaftliche Erkundung eines hinlänglich abgrenzbaren Wissens-, Kommunikations- und/oder Interaktionszusammenhanges, kurz: eines identifizierbaren sozialen Feldes, unter Nutzung verschiedener Verfahren der Datenerhebung und einer oder mehrerer interpretativer Methoden der Datenauswertung. Ethnografie in dem von uns gemeinten Sinne eines Verfahren bzw. Methoden kombinierenden Ansatzes unterscheidet sich somit (deutlich) von Designs standardisierter Erhebungen hier und von sogenannten “qualitativen” Ein-Methoden-Designs da. Ethnografie in dem von uns gemeinten Sinne grenzt sich aber auch ab von Feldforschungskonzepten, in denen – direkte oder indirekte – Veränderungsabsichten intendiert oder impliziert sind (wie etwa solchen, die der sogenannten Aktionsforschung zugerechnet werden können). Ethnografie in dem von uns gemeinten Sinne zielt typischerweise auch nicht ab auf eine Kritik der das je untersuchte Feld kennzeichnenden Praktiken, sondern eher auf ein “vor- bzw. außermoralisches” Verstehen dessen, was im je untersuchten Feld geschieht, und darauf, das (mitunter befremdliche) soziale Geschehen auch für nicht daran Beteiligte verständlich(er) zu machen.

In dieser Forschungswerkstatt sollen nicht bereits erhobene Daten und/oder sonst wie bereits zuhandene Feldmaterialien ausgewertet, sondern die sozialwissenschaftliche Plausibilität bzw. Plausibilisierbarkeit von Designs bzw. Konzepten für geplante oder laufende ethnografische Studien diskutiert werden.

In der Forschungswerkstatt werden maximal drei von Teilnehmern und Teilnehmerinnen eingebrachte Anlagen ethnografischer Studien besprochen. Diese drei Designs bzw. Konzepte werden nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen von uns ausgewählt. Diese Sichtung erfolgt auf der Grundlage von Exposés, in denen Fragestellungen, Zielsetzung, methodische Anlage und theoretische Interessen der in Frage stehenden ethnografischen Studie klar ausgewiesen sein sollen. Diese Exposés sollen mindestens 10.000 und höchstens. 20.000 Zeichen umfassen.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an die Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Breidenstein, Georg; Hirschauer, Stefan; Kalthoff, Herbert & Nieswand, Boris (2013). Ethnografie. Konstanz und München: UVK/UTB.
  • Dellwing, Michael & Prus, Robert (2012). Einführung in die interaktionistische Ethnografie. Wiesbaden: Springer VS.
  • Hitzler, Ronald (1999). Welten erkunden. Soziologie als (eine Art) Ethnologie der eigenen Gesellschaft. Soziale Welt, 50(4), 473-483.
  • Hitzler, Ronald & Eisewicht, Paul (2016). Lebensweltanalytische Ethnographie – im Anschluss an Anne Honer. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
  • Honer, Anne (2011). Das Perspektivenproblem in der Sozialforschung. In dieselbe: Kleine Leiblichkeiten. (S.27-40). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Pfadenhauer, Michaela (2017). Grenzziehungen, Grenzverläufe, GrenzgängerInnen. Zum kulturanalytischen Potenzial der Ethnografie [31 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 18(1), Art. 12, 
    http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1701121.

Forschungswerkstatt: Biografische Fallrekonstruktion

Prof. Dr. Prof. Maria Pohn-Lauggas

Georg-August-Universität Göttingen, Professur für Methodenplurale Sozialforschung

Dr. Arne Worm

Georg-August-Universität Göttingen, Methodenzentrum Sozialwissenschaften

In dieser Forschungswerkstatt möchten wir die Teilnehmenden sowohl in die methodologischen Prinzipien als auch in die methodische Vorgehensweise biografischer Fallrekonstruktionen einführen. Dieses Verfahren wurde von Gabriele Rosenthal zunächst im Zusammenhang mit der Analyse biografisch-narrativer Interviews entwickelt. Es besteht aus mehreren Analyseschritten, die in der Forschungswerkstatt kurz vorgestellt und an Datenmaterial der Teilnehmenden exemplarisch demonstriert werden. Diese Analyseschritte können in modifizierter Form auch für die Analyse von Familiengesprächen, Interaktionsverläufen, Videoaufnahmen, von Protokollen teilnehmender Beobachtung sowie bei schriftlichen biografischen Materialien angewandt werden (Rosenthal 2015, Miethe & Schiebel 2009). In der biografieanalytischen Forschungspraxis wird zudem oftmals triangulierend vorgegangen (Alber & Schiebel 2018).

In der Forschungswerkstatt werden wir in erster Linie Materialien der Teilnehmenden (vorzugsweise Transkriptionen von Interviews oder Gruppengesprächen) sowie Fragen zu Forschungsdesigns erörtern. Die Planung orientiert sich an den Materialien und Fragen zum Forschungsdesign, die bei uns eingehen. Wir bitten um Verständnis dafür, dass angesichts des vorgegebenen Zeitrahmens nur wenige Materialien gemeinsam bearbeitet werden können.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an die Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Literatur

  • Alber, Ina & Schiebel, Martina (2018). Triangulation in der Biographieforschung. In Helma Lutz, Martina Schiebel & Elisabeth Tuider (Hrsg.), Handbuch Biographieforschung (S.611-622). Wiesbaden: Springer VS.
  • Hinrichsen, Hendrik; Rosenthal, Gabriele & Worm, Arne (2013). Biographische Fallrekonstruktionen. Zur Rekonstruktion der Verflechtung „individueller“ Erfahrung, biographischer Verläufe, Selbstpräsentationen und „kollektiver“ Diskurse. PalästinenserInnen als RepräsentantInnen ihrer Wir-Bilder. Sozialer Sinn 14 (2). 157-184.
  • Miethe, Ingrid & Schiebel, Martina (2009). Biografie und Institution. Ein forschungsmethodischer Vorschlag zur interaktiven Analyse der Entstehung, Entwicklung und Funktion einer Bildungsinstitution. In Michael Göhlich, Susanne Maria Weber & Stephan Wolff (Hrsg.), Organisation und Erfahrung (S.115-126). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Pohn-Lauggas, Maria (2016). In Worten erinnern, mit Bildern sprechen. Zum Unterschied zwischen visuellen und mündlichen Erinnerungspraktiken. Sonderheft Materiale Visuelle Soziologie, hrsg. v. Roswitha Breckner und Jürgen Raab, Zeitschrift für Qualitative Forschung (ZQF), Jg. 17, Heft 1+2, 59-80.
  • Radenbach, Niklas & Rosenthal, Gabriele (2012). Das Vergangene ist auch Gegenwart, das Gesellschaftliche ist auch individuell. Zur Notwendigkeit der Analyse biographischer und historischer ‚Rahmendaten‘. sozialer sinn, Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 1/2012, 3-37.
  • Rosenthal, Gabriele (1995). Erlebte und erzählte Lebensgeschichte. Gestalt und Struktur biographischer Selbstbeschreibungen. Frankfurt am Main: Campus.
  • Rosenthal, Gabriele (2015). Interpretative Sozialforschung. Eine Einführung. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.

Forschungswerkstatt: Dokumentarische Methode

Prof. Dr. Aglaja Przyborski

Bertha von Suttner Privatuniversität, St. Pölten

Die dokumentarische Methode ist ein Verfahren der rekonstruktiven Sozialforschung und findet mittlerweile in vielfältigen Gegenstandsbereichen und zahlreichen Disziplinen Anwendung; zunehmend beweist sie in transdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekten ihre Stärken. Die Methode ist in der Arbeit mit Gruppendiskussionen, teilnehmender Beobachtung und narrativen Interviews entstanden, dann für weitere Textsorten und in den letzten Jahren für die Bild- und Videoanalyse weiterentwickelt worden.

Ziel der Forschungswerkstatt im Rahmen des Berliner Methodentreffen ist es, anhand konkreter, forschungspraktischer Beispiele aus dem Material der Teilnehmer*innen die grundlegenden Arbeitsschritte, Kristallisations- und Knackpunkte der dokumentarischen Methode erfahrbar zu machen.

Den methodischen Schwerpunkt soll die Arbeit mit Gruppendiskussionen und/oder Bildern bilden.

Wenn Sie interessiert sind, dass wir die Dokumentarische Methode entlang Ihres Forschungsvorhabens in der Forschungswerkstatt beleuchten sind folgende Unterlagen als Materialgrundlage notwendig:

  • Projektplanung und Forschungsdesigns
  • Trankskripte von Gruppendiskussionen (oder anderen Gesprächsformaten) oder:
  • Bilder/Fotos
  • Interpretation (formulierende und/oder reflektierende Interpretation nach der Dokumentarischen Methode) zu Ihrem Ausgangsmaterial (Transkript und/oder Bild), die uns zur Verfügung gestellt wird 

Es können maximal zwei Vorlagen diskutiert werden. Das Material, das besprochen wird, wird spätestens ein Monat vor der Forschungswerkstatt an alle Teilnehmer*innen zur Voransicht versandt.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an die Anbietenden der Forschungswerkstätten weitergeleitet.

Literatur

  • Bohnsack, Ralf (2009). Qualitative Bild- und Videointerpretation. (2. Auflage) Opladen: Budrich.
  • Bohnsack, Ralf (2021). Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden (10. Auflage). Opladen: Budrich.
  • Loos, Peter; Nohl, Arnd-Michael; Przyborski, Aglaja & Schäffer, Burkhard (2013). Dokumentarische Methode. Grundlagen – Entwicklungen – Anwendungen. Opladen, Berlin, Toronto: Budrich.
  • Przyborski, Aglaja (2004). Gesprächsanalyse und dokumentarische Methode. Qualitative Auswertung von Gesprächen, Gruppendiskussionen und anderen Diskursen. Wiesbaden: VS Verlag.
  • Przyborski, Aglaja & Slunecko, Thomas (2020a). Dokumentarische Methode. In Mey Günter & Mruck Katja (Hrsg.) Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. Band 2: Designs und Verfahren (2., aktualisierte u. erweiterte Auflage; S.537-554). Wiesbaden: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-18387-5_45-2
  • Przyborski, Aglaja & Slunecko, Thomas (2020b). Understanding Media Communication: On the Significance of Iconic Thinking for a Praxeological Model of Communication. SAGE Open. DOI: https://doi.org/10.1177/2158244020952064
  • Przyborski, Aglaja & Wohlrab-Sahr, Monika (2014). Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch (4. erweiterte Auflage). München: Oldenbourg.

Forschungswerkstatt: Mixed Methods

Dr. Stefan Rädiker

Methoden-Expertise.de

Ein umfassenderes Verständnis von sozialen Phänomenen, eine Erweiterung der (Analyse‑)Perspektiven und die Kontextualisierung von Ergebnissen – Gründe für die Kombination qualitativer und quantitativer Methoden gibt es viele. Daher wundert es nicht, dass in den letzten Jahren die planvolle Kombination von qualitativen und quantitativen Daten und Ergebnissen im Rahmen einer gemeinsamen Studie stetig an Bedeutung zunimmt.

Bei der Beschäftigung mit Mixed Methods steht nicht eine bestimmte Analysetechnik qualitativer Daten im Vordergrund, sondern die systematische Bearbeitung der Frage, wie sich qualitative und quantitative Forschung gewinnbringend verbinden lassen. Dementsprechend werden wir uns in der Forschungswerkstatt – am Beispiel von ausgewählten Projekten der Teilnehmenden – häufig gestellten Fragen der konkreten Forschungspraxis und Umsetzung widmen:

  • Wie sieht ein Mixed-Methods-Design aus?
  • An welchen Stellen ist „Mixing“ überhaupt möglich und sinnvoll (points of integration)?
  • Welcher Gewinn lässt sich durch die Verbindung qualitativer und quantitativer Samplings, Daten und Ergebnissen erzielen und welche Begründungen für die Durchführung einer Mixed-Methods-Studie können herangezogen werden
  • Wie lassen sich qualitative und quantitative Daten aufeinander beziehen und welche Formen der Ergebnisdarstellung existieren? Welche Rolle können Joint Displays bei der Analyse und Präsentation übernehmen?

Teilnehmende, die ihr geplantes oder laufendes Mixed-Methods-Projekt in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Dafür ist eine Kurzskizze des Projekts zu erstellen, in der Sie auf folgende Punkte soweit bereits möglich eingehen sollten (2 bis 4 Seiten):

  • Fragestellungen
  • qualitative und quantitative Daten sowie Stand und Art der vorgesehenen Analyse
  • Fragen, “Knackpunkte” und Unsicherheiten, die Sie im Projekt beschäftigen
  • Punkte, zu denen Sie gerne eine Rückmeldung in der Forschungswerkstatt hätten

Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an die Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Alle Teilnehmenden erhalten zudem vorab die Möglichkeit, ihre Fragen zum Thema einzubringen, sodass wir diese in der Forschungswerkstatt berücksichtigen können.

Literatur

  • Baur, Nina; Kelle, Udo & Kuckartz, Udo (2017) (Hrsg.). Mixed Methods. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie Sonderhefte, Band 57.
  • Bazeley, Patricia (2018). Integrating analysis in mixed methods research. London: Sage.
  • Creswell, John (2014). A Concise Introduction to Mixed Methods Research. Thousand Oaks, CA: Sage.
  • Kuckartz, Udo (2014). Mixed MethodsMethodologie, Forschungsdesigns und Analyseverfahren. Wiesbaden: Springer VS.

Forschungswerkstatt: Interviews

Dr. Herwig Reiter

Deutsches Jugendinstitut, Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden

Das Interview gehört zu den Standardwerkzeugen qualitativer Sozialforschung und wird von unterschiedlichsten Ansätzen verwendet. Das liegt u.a. daran, dass es an das Gespräch als Interaktionsform des Alltags angelehnt ist und direkten Zugang zu Sprache und Denkweise der Forschungssubjekte ermöglicht. Außerdem ist es eine etablierte und pragmatische Alternative zu aufwendigeren Verfahren.

Eine kurze Einführung diskutiert zunächst ausgewählte methodologische Besonderheiten qualitativer Interviewforschung, typische Anwendungsbereiche, wichtige Verfahren sowie Vor- und Nachteile. Der größte Teil der Forschungswerkstatt ist praktischen Fragen der Planung, Vorbereitung und Durchführung qualitativer Interviews gewidmet und richtet sich nach Forschungsvorhaben und konkreten Anliegen der Teilnehmenden. Die Auswertung und Analyse qualitativer Interviews ist nicht Bestandteil dieser Forschungswerkstatt.

Anhand ausgewählter Projekte der Teilnehmenden werden wir häufig gestellte Fragen der konkreten Forschungspraxis und Umsetzung diskutieren. Zum Beispiel:

  • Wann sind qualitative Interviews sinnvoll und welche (Aspekte von) Fragestellungen können damit bearbeitet werden?
  • Welche Verfahren sind für welche Fragestellungen geeignet?
  • Wie wähle ich Interviewpartner*innen aus, wie organisiere ich den Zugang und wie gestalte ich die Interviewsituation?
  • Wie konstruiere und wie verwende ich einen Interviewleitfaden?
  • Wie führe ich das Gespräch und welche Kommunikationsstrategien verwende ich wofür?
  • Was ist bei qualitativen Interviews mit besonderen Personengruppen (z.B. mit Kindern, Jugendlichen, Expert*innen etc.) zu beachten?

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Dafür ist ein Kurzexposé von 2 bis 4 Seiten mit mindestens folgenden Inhalten zu erstellen:

  • Forschungsskizze, Rahmenbedingungen und Fragestellungen
  • Zielgruppen, geplante Vorgehensweise und Rolle von Interviews im Forschungsdesign
  • Überlegungen zur Auswahl der vorgesehenen Interviewverfahren
  • Fragen und Unsicherheiten zur Umsetzung und Durchführung

Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Die endgültige Gestaltung der Forschungswerkstatt richtet sich nach den eingereichten Materialien. Das Ziel ist es, möglichst viele Aspekte qualitativer Interviewforschung anhand von zwei bis drei Forschungsvorhaben anzusprechen. Alle Teilnehmenden erhalten zudem vorab die Möglichkeit, konkrete Fragen einzubringen. Um auch die passive Teilnahme möglichst gewinnbringend zu gestalten, wird zur Einführung die Lektüre folgender Texte empfohlen: Mey/Mruck (2007), Helfferich (2011) oder Kvale (2007).

Literatur

  • Bogner, Alexander; Littig, Beate & Menz, Wolfgang (2014). Interviews mit Experten. Eine praxisorientierte Einführung. Wiesbaden: Springer VS.
  • Helfferich, Cornelia (2011). Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews (4. Auflage). Wiesbaden: VS Verlag.
  • Hopf, Christel (1978). Die Pseudo-Exploration – Überlegungen zur Technik qualitative Interviews in der Sozialforschung. Zeitschrift für Soziologie 7. 97-115.
  • Kruse, Jan (2014). Qualitative Interviewforschung. Ein integrativer Ansatz. Weinheim, Basel: Beltz Juventa.
  • Kvale, Steinar (2007). Doing interviews. London: Sage Publications.
  • Mey, Günter & Mruck, Katja (2007). Qualitative Interviews. In Gabriele Naderer & Eva Balzer (Hrsg.), Qualitative Marktforschung in Theorie und Praxis. Grundlagen, Methoden und Anwendungen (S.248-278). Wiesbaden: Gabler. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-2994.
  • Mey, Günter & Mruck, Katja (2020). Qualitative Interviews. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. Band 2: Designs und Verfahren. (2., aktualisierte u. erweiterte Auflage; S.315-335). Wiesbaden: Springer.
    DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-18387-5_33-2.
  • Witzel, Andreas (2000). Das problemzentrierte Interview [25 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 1(1), Art. 22, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0001228.
  • Witzel, Andreas & Reiter, Herwig (2012). The problem-centred interview. Principles and practice. London: Sage, https://uk.sagepub.com/en-gb/eur/the-problem-centred-interview/book234106#preview.

Forschungswerkstatt: Qualitative Inhaltsanalyse

Christoph Stamann

Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Institut für Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft

Bei der qualitativen Inhaltsanalyse handelt es sich um eine Forschungsmethode zur Systematisierung von manifesten und latenten Kommunikationsinhalten. Als grundlegendes Instrument für die angestrebte Systematisierung der Inhalte dienen Kategoriensysteme. Die Methode zeichnet sich durch eine Vielzahl von forschungskontextuell spezifischen Verfahren aus. Allen qualitativ-inhaltsanalytischen Verfahren ist eine in hohem Maße regelgeleitete Interpretation gemein. Erfahrungsgemäß führt dieses hohe Maß an ‚Instruktionalität‘ (Kühlmeyer et al. 2020) aber keineswegs zu unsicherheitsbefreiten Auswertungsprozessen. Gerade – aber nicht nur – für Noviz*innen  erzeugt das in den einschlägigen Lehrbüchern detailliert dargelegte Vorgehen im Zusammenspiel mit der ebenfalls – lehrbuchübergreifend – postulierten Notwendigkeit, dieses an das eigene Forschungsvorhaben anzupassen, stetig Momente der Unsicherheit.

Die Forschungswerkstatt dient daher der Bearbeitung ebensolcher forschungspraktischer Unsicherheiten, gleichzeitig bietet sie die Gelegenheit, die Sicht auf das eigene Material konstruktiv irritieren zu lassen. Anhand von Materialausschnitten von bis zu drei Teilnehmenden werden einzelne Auswertungsschritte besprochen und vollzogen. Die Forschungswerkstatt ist offen für alle gängigen qualitativ-inhaltsanalytischen Verfahren; im deutschsprachigen Raum sind hier vor allem Kuckartz (2018), Mayring (2015) und Schreier (2012) zu nennen. Sie ist in drei einstündige Materialsitzungen unterteilt, die verbleibende Stunde dient dem übergeordneten Austausch. Alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit, vorab Fragen einzureichen, können diese aber auch ad hoc einbringen.

Gegenstand der Materialsitzungen ist vor allem die Erarbeitung von Kategorien(-systemen) und die Arbeit mit diesen, d.h. das Codieren. Darüber hinaus können aber auch alle weiteren Aspekte und Auswertungsschritte besprochen werden, so etwa Materialauswahl, Gütekriterien und Qualitätssicherungsstrategien. Aktive Teilnehmer*innen werden gebeten, bei der Materialeinreichung ein möglichst konkretes Anliegen zu formulieren, das in der Materialsitzung besprochen werden soll.

Teilnehmende, die eigene Materialien in die Forschungswerkstatt einbringen möchten und sich als aktiv angemeldet haben, werden – nach der Bestätigung der Teilnahme durch die Organisator*innen – aufgefordert, diese einzureichen. Die Materialien werden vom Organisationsteam gesammelt und an den Anbietenden der Forschungswerkstatt weitergeleitet.

Da es sich nicht um einen Einführungsworkshop handelt, werden grundlegende Kenntnisse der Methode „qualitative Inhaltsanalyse“ vorausgesetzt.

Literatur

  • Kuckartz, Udo (2018). Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung (4. Aufl.). Weinheim: Beltz Juventa.
  • Kühlmeyer, Katja; Muckel, Petra & Breuer, Franz (2020). Qualitative Inhaltsanalysen und Grounded-Theory-Methodologien im Vergleich: Varianten und Profile der „Instruktionalität“ qualitativer Auswertungsverfahren [54 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 21(1), Art. 22, DOI: http://dx.doi.org/10.17169/fqs-21.1.3437.
  • Mayring, Philipp (2015). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken (12. Aufl.). Weinheim: Beltz-UTB.
  • Schreier, Margrit (2012). Qualitative content analysis in practice. London: Sage.
  • Schreier, Margrit (2014). Varianten qualitativer Inhaltsanalyse: Ein Wegweiser im Dickicht der Begrifflichkeiten [59 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 15(1), Art. 18, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1401185.
  • Stamann, Christoph & Janssen, Markus (2019). Die Herstellung von Arbeitsfähigkeit als zentrale Herausforderung für das Gelingen einer gemeinsamen Praxis – Erfahrungen aus einer qualitativ inhaltsanalytischen Forschungswerkstatt und Ableitungen für die Gestaltung von Forschungswerkstattsitzungen. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 20(3), Art. 21, DOI: http://dx.doi.org/10.17169/fqs-20.3.3379.
  • Stamann, Christoph; Janssen, Markus & Schreier, Margrit (2016). Qualitative Inhaltsanalyse – Versuch einer Begriffsbestimmung und Systematisierung [24 Absätze]. In: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 17(3), Art. 16,
    DOI: https://doi.org/10.17169/fqs-17.3.2581